Ausgabe 713 – Dezember 2021

Wünsch dir was

Es kommt die Zeit, in der das Wünschen wieder hilft: So lautet jedenfalls der Refrain eines bekannten Liedes, das sich rund um Weihnachten großer Beliebtheit erfreut. Im 2. Jahr mit dem neuartigen Coronavirus bekommt dieses Zitat jedenfalls eine ganz besondere Bedeutung. 

Wir alle wünschen uns wohl nichts sehnlicher als ein Ende dieser Pandemie. Dass Sebastian Kurz selbige bereits im Sommer mittels teurer Inseratenkampagne für beendet erklärt hat, dürfte das Virus offensichtlich verschlafen haben. Ebenso wie die türkis-grüne Regierung verschlafen hat, sinnvolle Pläne für den Winter auszuarbeiten. 

So sind wir in die schlimmste Situation seit Beginn der Pandemie geschlittert. Innerhalb von 96 Stunden wurde unser Land von „Lockdown für alle ist ausgeschlossen“ zu dem geführt, wo wir jetzt sind – im Lockdown für alle. Kommuniziert wurde dies wieder einmal chaotisch und für alle Betroffenen ohne jegliche Vorbereitungszeit oder klares Konzept.

Wenn also die Pandemie nicht weggeht, dann wünsche ich mir zumindest ehrliche Politik mit Weitsicht, mehr Geld für medizinische Einrichtungen und Personal sowie einen fairen Lohnabschluss für alle ArbeitnehmerInnen. 

„Ich glaube, dass die Welt sich noch mal ändern wird.
Und dann Gut über Böse siegt.“

(Wünsch dir was – Die Toten Hosen, 1993)

Ihr Stadtwolf