Ausgabe 716 – März 2022

Bam, Oida!

Oft sieht man ja sprichwörtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Ähnlich kann es einem in St. Pölten gehen: Keine andere vergleichbare Stadt ist so grün, wie das rote Herz Niederösterreichs. Über 70 Prozent der Landeshauptstadt sind Grünfläche – also Parks, Wälder, Forstwege oder landwirtschaftliche Gebiete. Das nächste Grünland ist – egal wo man sich gerade aufhält – zu Fuß in weniger als fünf Minuten zu erreichen. Nun wird das zentrale Domfoyer neu gestaltet: Platz soll es dabei für alle bieten, und zwar beim Wochenmarkt, im Schanigarten oder bei Konzerten, die hier wieder in völlig neuer Qualität stattfinden sollen. 

Mit der Entscheidung, den Platz weitestgehend autofrei zu machen, hat die Stadtregierung Mut und Weitsicht bewiesen. Für die PKW-affinen Innenstadtgäste stehen Parkhäuser in unmittelbarer Nähe zur Verfügung, und auch eine Baumzeile sowie eine Sprühnebelanlage finden Platz am neuen Platz. 

Während die einen lieber weiterhin nur Autos am Domplatz sehen würden, wünschen sich andere einen Wald anstelle des multifunktionalen Konzeptes. Ersteres wäre alleine schon aufgrund des notwendigen Mobilitätswandels unklug, mehr Bäume wiederum aufgrund der Bodenverhältnisse nicht möglich. 

Der neue Domplatz ist also vermutlich nicht weniger als der klügste Kompromiss für alle St. PöltnerInnen mit unzähligen Möglichkeiten für die Zukunft.

Ihr Stadtwolf