Ausgabe 743 – März 2023

Ungerecht ist schlecht

Das reichste Prozent besitzt nahezu die Hälfte des gesamten Vermögens in Österreich, die reichsten zehn Prozent sogar über drei Viertel. 75 Prozent des gesamten Geldes und Besitzes teilen sich also ein paar Wenige untereinander auf. Diese Informationen sind deshalb so wichtig, weil in Österreich nach wie vor mit dem Gießkannenprinzip gehandelt wird, wenn es um Unterstützungsleistungen geht, bei den Höchst- und Vermögenssteuern stehen ÖVP und Grüne allerdings weiter auf der Bremse.

Während sich viele Menschen also wegen der Inflation das Wohnen oder den Wocheneinkauf nicht mehr leisten können, können auch die Schönen und Reichen im Land Strompreisrabatt und Co in Anspruch nehmen, um den E-Porsche in der Garage des Zweitwohnsitzes zu tanken.

Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander, die Armutsgefährdung ist bereits in der Mittelschicht angekommen und die Regierung tut nichts nachhaltig Wirksames. Im Gegenteil: Durch steigende Wohnkosten profitieren Besitzende überdurchschnittlich auf Kosten jener Personen, die auf Wohnraum zur Miete angewiesen sind.

In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns intensiv mit diesen Themen – weil wir der Meinung sind, dass es so nicht weitergehen kann, und weil man hinschauen muss, auch wenn es wehtut.

Ihr Stadtwolf