Ausgabe 767 – September 2024

Sein Reich komme

Man kann ja gar nicht mehr übersehen, dass am 29. September gewählt wird. Über 40.000 St. Pöltner:innen sollen dann auch über die politische Zukunft Österreichs entscheiden. Dabei rittern die Parteien mit durchaus originellen Sprüchen und Ansagen um die Gunst der Wähler:innen, wie an nahezu jeder Kreuzung auf den Wahlplakaten beobachtet werden kann.

Während die ÖVP nach weiteren Jahren der Freunderlwirtschaft und zahlreichen Geschenken für Industrielle plötzlich für die „Mitte“ der Gesellschaft da sein will, hat die FPÖ ihre Liebe zu Gott entdeckt. So zitieren jene, die in Niederösterreich zuletzt vor allem durch Postenschacher und Vergabe von Vorstandsposten bei EVN und Notruf 144 aufgefallen sind aus dem bekanntesten Gebet der Welt: „Euer Wille geschehe“ wird hier groß affichiert. Gefunden haben die schlauen Texter diesen Slogan vermutlich auch in einem Liederbuch. Führ er – Kickl – uns nicht in Versuchung und tun wir alles, damit sich die Geschichte nicht wiederhole und auch sein Reich nicht komme.

Zum Glück gibt es aber eine gute, soziale Alternative zu Verhetzern, Großkapitalisten und grün-violetten Opportunisten sowie bierlaunigen Spaßgesellen: Weil unsere Demokratie Herz und Hirn verdient, und weil wir ein besseres Gesundheitssystem und eine Millionärssteuer brauchen.

Ihr Stadtwolf